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Beurteilung

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Wie kommt es zur Beurteilung in SEW - Softwareentwicklung?

Als Basis dient die Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) des Bundes.

Die Benotung setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Mitarbeit: Übungsbeispiele (Abgabe, Qualität und Präsentation der Lösungen) sowie aktive Beteiligung im Unterricht.
  • Praktische Leistungsfeststellungen: angesagte Programmierübungen am Rechner.
  • Projektarbeiten: Umsetzung, Dokumentation und Präsentation der Projekte.

Die genaue Gewichtung wird zu Schuljahresbeginn in der Klasse bekanntgegeben und hier ergänzt.

  1. Jede abgegebene Übung zählt zur Mitarbeit, auch unvollständige Lösungen mit dokumentierten Versuchen.

  2. Programmcode muss selbst erklärt werden können. Nicht erklärbarer Code wird nicht gewertet.

  3. Abgabetermine sind verbindlich. Verspätete Abgaben werden nur nach Absprache berücksichtigt.

Der Kompetenzraster zeigt, welche Leistungen für welche Note erwartet werden. Die Niveaustufen folgen der LBVO:

  • Genügend Die wesentlichen Bereiche sind überwiegend erfüllt.
  • Befriedigend Die wesentlichen Bereiche sind zur Gänze erfüllt.
  • Gut Die Leistungen gehen über das Wesentliche hinaus.
  • Sehr gut Die Aufgaben werden eigenständig gelöst und das Gelernte wird sicher auf neue Aufgaben angewendet.

Jede Stufe schließt die darunterliegenden mit ein.

Objekte, verschachtelte Strukturen, Map, Set

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann Objekte anlegen, auf Eigenschaften zugreifen und Arrays von Objekten mit Anleitung auswerten.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann verschachtelte Strukturen sicher durchlaufen und Map und Set für bekannte Aufgaben einsetzen.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann für ein Problem die passende Datenstruktur selbst wählen und die Wahl begründen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Datenstrukturen für neue Aufgaben entwerfen, als Skizze festhalten und Alternativen gegeneinander abwägen.

Binäre Suche, Sortierverfahren, Aufwand

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann die binäre Suche erklären und mit Vorlage implementieren.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Suchverfahren über die Zahl der Vergleiche gegenüberstellen und Laufzeiten messen.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann aus Messreihen das Wachstum ablesen und Code der richtigen Wachstumsklasse zuordnen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Konsequenzen für große Datenmengen hochrechnen und daraus begründete Empfehlungen ableiten.

Klassen, Objekte, Kapselung

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann eine Klasse mit Konstruktor und Methoden nach Vorlage schreiben und Objekte verwenden.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann mehrere zusammenspielende Klassen implementieren und Felder kapseln.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann aus einer Textbeschreibung selbstständig Klassen und Zuständigkeiten ableiten und Invarianten durch Validierung schützen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Klassenentwürfe kritisch vergleichen, Kapselungsentscheidungen begründen und fremde Entwürfe konstruktiv verbessern.

UML-Klassendiagramme, JSDoc

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann ein einfaches Klassendiagramm lesen und die Bestandteile benennen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann ein gegebenes Diagramm in Code übersetzen und Funktionen mit JSDoc dokumentieren.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann zu einer Problembeschreibung ein Diagramm mit Beziehungen und Multiplizitäten zeichnen und aus Nutzersicht dokumentieren.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Diagramm und Code konsistent halten, fremde Modelle prüfen und Dokumentation schreiben, mit der andere ohne Rückfragen arbeiten können.

Formulare, Canvas, Bibliotheken

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann Formularwerte auslesen und einfache Rückmeldungen anzeigen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Eingaben validieren, Fehler beim Feld anzeigen und eine Bibliothek nach Anleitung einbinden.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann eine GUI-Anwendung mit getrennter Logik bauen und eine Bibliothek allein anhand ihrer Dokumentation einsetzen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann eine vollständige Anwendung mit Klassenmodell, GUI und Bibliothek eigenständig planen, umsetzen und präsentieren.
  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann vorgegebene Testfälle ausführen und die Ergebnisse festhalten.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Testfälle nach Arrange-Act-Assert schreiben und Fehler mit dem Debugger eingrenzen.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann Randfälle systematisch finden und einen Umbau mit bestehenden Tests absichern.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Fehlerbilder wie Referenz-Probleme selbstständig diagnostizieren und als minimales Beispiel isolieren.
  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann Übungen termingerecht abgeben und Hilfe gezielt einholen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Dokumentation selbstständig nutzen und die eigene Lösung nachvollziehbar präsentieren.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann in Partnerarbeit verlässlich zuarbeiten und fremden Code respektvoll kommentieren.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Reviews geben, die konkret und begründet sind, und erhaltenes Feedback direkt umsetzen.

Für die Note muss die jeweilige Stufe in allen fachlichen Kompetenzbereichen erreicht sein. Liegen einzelne Bereiche darunter, entscheidet das Gesamtbild nach LBVO.