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Einleitung

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Einleitung zum Unterrichtsgegenstand Softwareentwicklung (SEW) - 5. Klasse

Abschnitt betitelt „Einleitung zum Unterrichtsgegenstand Softwareentwicklung (SEW) - 5. Klasse“

Das fünfte Ausbildungsjahr ist das Maturajahr, kürzer als die anderen und mit klarem Ziel: den Softwareentwicklungsprozess professionell beherrschen. Es geht nicht mehr darum, ob ein Programm läuft, sondern darum, Software methodisch zu entwickeln: mit einem begründeten Vorgehensmodell, mit Entwurfsmustern als gemeinsamem Vokabular und mit einer Teststrategie, die diesen Namen verdient.

Als Werkzeug dient TypeScript, in den Projektteilen zusammen mit Next.js. Die Sprache ist dabei Mittel zum Zweck: Die Aufmerksamkeit dieses Jahres gilt den Methoden, nicht der Syntax. Wer die Konzepte beherrscht, setzt sie in jeder objektorientierten Sprache um; die Beispiele hier sind bewusst so gewählt, dass die Übertragung sichtbar bleibt.

  1. Softwareentwicklungsvorgehensmodelle: Wasserfall, iterative Modelle, agile Methoden (Scrum, Kanban); die Wahl begründen können.

  2. Entwurfsmuster: Die wichtigsten Muster der Softwareentwicklung (u. a. Singleton, Factory, Observer, Strategy, MVC): erkennen, erklären, anwenden.

  3. Teststrategien: Testebenen (Unit, Integration, End-to-End), Testpyramide, testgetriebene Entwicklung, Qualitätssicherung im Prozess, unter Berücksichtigung eingesetzter Bibliotheken und Frameworks.

  4. Komplexe Anwendungssysteme: Ein durchgängiges Projekt im Fachgebiet Medientechnik; Schnittstellen und Bibliotheken eigenständig auswählen und anwenden.

  5. Maturavorbereitung: Themenkreise wiederholen, Prüfungsaufgaben üben, Fachgespräche simulieren.

Der Unterricht ist in allen Jahrgängen gleich organisiert: wöchentliche Übungsbeispiele, Code-Reviews, Präsentationen der eigenen Lösungen und die Besprechung alternativer Lösungswege in der Gruppe. Den Rahmen bildet das durchgängige Jahresprojekt; parallel läuft die strukturierte Maturavorbereitung.

  • Methoden der Softwareentwicklung im Fachgebiet eigenständig einsetzen
  • Anwendungen unter Berücksichtigung von Vorgehensmodellen entwickeln
  • Die wichtigsten Entwurfsmuster erläutern und anwenden
  • Teststrategien entwickeln und zur Qualitätssicherung einsetzen
  • Komplexe Anwendungssysteme im Fachgebiet entwickeln
  • Geeignete Schnittstellen und Bibliotheken auswählen und eigenständig anwenden

Am Ende dieses Jahres können Sie ein Softwareprojekt nicht nur bauen, sondern führen: Vorgehen begründet wählen, Entwürfe mit einem Fachvokabular besprechen, Qualität planvoll absichern und das eigene Ergebnis vor Fachleuten vertreten. Das ist der Unterschied zwischen jemandem, der programmiert, und jemandem, der Software entwickelt.