Zum Inhalt springen

Beurteilung

Zu Zen-Modus wechseln

Wie kommt es zur Beurteilung in SEW - Softwareentwicklung?

Als Basis dient die Leistungsbeurteilungsverordnung (LBVO) des Bundes.

Die Benotung setzt sich aus den folgenden Komponenten zusammen:

  • Mitarbeit: Übungsbeispiele (Abgabe über Git, Qualität und Präsentation der Lösungen) sowie aktive Beteiligung im Unterricht.
  • Praktische Leistungsfeststellungen: angesagte Programmierübungen am Rechner.
  • Jahresprojekt: Sprints, Produkt, Prozess-Nachweis, Abschlussbericht und Präsentation.

Die genaue Gewichtung wird zu Schuljahresbeginn in der Klasse bekanntgegeben und hier ergänzt.

  1. Jede abgegebene Übung zählt zur Mitarbeit, auch unvollständige Lösungen mit dokumentierten Versuchen.

  2. Programmcode muss selbst erklärt werden können. Nicht erklärbarer Code wird nicht gewertet.

  3. Abgabetermine sind verbindlich. Verspätete Abgaben werden nur nach Absprache berücksichtigt.

  4. Im Jahresprojekt zählt neben dem Produkt der nachweisbare Prozess: Board-Historie, Sprint-Protokolle und Review-Verläufe.

Der Kompetenzraster zeigt, welche Leistungen für welche Note erwartet werden. Die Niveaustufen folgen der LBVO:

  • Genügend Die wesentlichen Bereiche sind überwiegend erfüllt.
  • Befriedigend Die wesentlichen Bereiche sind zur Gänze erfüllt.
  • Gut Die Leistungen gehen über das Wesentliche hinaus.
  • Sehr gut Die Aufgaben werden eigenständig gelöst und das Gelernte wird sicher auf neue Aufgaben angewendet.

Jede Stufe schließt die darunterliegenden mit ein.

Wasserfall, iterativ, agil

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann die wichtigsten Vorgehensmodelle benennen und ihre Grundidee beschreiben.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Stärken und Schwächen der Modelle gegenüberstellen und Scrum-Rollen, -Artefakte und -Ereignisse erklären.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann für ein konkretes Projekt ein Modell begründet auswählen und auch gegen Alternativen argumentieren.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann das gewählte Vorgehen im eigenen Projekt konsequent leben, anpassen und den Nutzen am Projektverlauf belegen.

Stories, Backlog, Sprints

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann User Stories im vorgegebenen Format schreiben.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Stories mit prüfbaren Akzeptanzkriterien versehen, schätzen und ein Backlog priorisieren.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann Sprints planen, Sprint-Ziele formulieren und Retrospektiven mit konkreten Verbesserungen abschließen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann den agilen Prozess im Team steuern, Diskontinuitäten erkennen und gegensteuern.
  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann die behandelten Muster benennen und ihre Grundidee beschreiben.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Singleton, Factory, Observer, Strategy und Adapter erklären und nach Vorlage implementieren.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann Muster in fremdem Code und Frameworks wiedererkennen und für ein Problem das passende Muster wählen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann Muster im eigenen Projekt begründet einsetzen, den Einsatz mit UML dokumentieren und Overengineering erkennen und vermeiden.
  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann Testebenen benennen und vorhandene Tests ausführen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Unit-Tests mit Mocks und einfache End-to-End-Tests schreiben.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann eine Teststrategie mit Risikoanalyse entwickeln, dokumentieren und in der CI verankern.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann die Strategie verteidigen, Lücken ehrlich benennen und testgetrieben entwickeln, wo es sich lohnt.

Jahresprojekt

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann zugeteilte Arbeitspakete im Projekt umsetzen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Features über alle Schichten hinweg eigenständig fertigstellen, inklusive Tests und Review.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann Bibliotheken und Schnittstellen eigenständig evaluieren, auswählen und die Entscheidung dokumentieren.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann ein komplexes Anwendungssystem architektonisch prägen und Produkt wie Prozess überzeugend präsentieren.

inklusive Maturavorbereitung

  • Genügend Der Schüler oder die Schülerin kann den eigenen Wissensstand je Themenkreis einschätzen und Lücken benennen.
  • Befriedigend Der Schüler oder die Schülerin kann Fachfragen strukturiert beantworten und dabei auf eigene Projekte verweisen.
  • Gut Der Schüler oder die Schülerin kann ein Fachgespräch mit Tafelskizze führen und mit Nichtwissen souverän umgehen.
  • Sehr gut Der Schüler oder die Schülerin kann komplexe Zusammenhänge frei erklären, Rückfragen standhalten und anderen beim Aufarbeiten helfen.

Für die Note muss die jeweilige Stufe in allen fachlichen Kompetenzbereichen erreicht sein. Liegen einzelne Bereiche darunter, entscheidet das Gesamtbild nach LBVO.